OLIVEN
Die Insel der Oliven
Über 11 Millionen Olivenbäume wachsen und gedeihen auf Lesbos - manchmal
scheinen die silbrig-grünen Haine endlos zu sein. Die Oliven waren und sind noch
heute ein wichtiger Bestandteil der Kultur und des Alltagsleben der Leswonier.
Der Olivenbaum oder Ölbaum benötigt viel Zeit zum Wachsen, er kann jedoch
mehrere hundert Jahre alt werden. Schlendern Sie doch einmal durch einen
Olivenhain – die reich verzweigten, krummen und knorrigen Bäume haben ihren ganz
eigenen Zauber.....
Der Werdegang vom Baum
zum Öl:
Bevor die Ernte eines gesunden Olivenbaums beginnt, ist eine Menge
Arbeit zu erledigen: der Boden wird umgegraben, gepflegt und bewässert,
die Zweige werden geschnitten und Unkraut wird entfernt. In einer guten
Saison ergeben 500 Kg Oliven etwa 100 Liter Öl, sofern mit der Ernte
gewartet wurde, bis die Früchte einen dunklen Farbton haben.
Über die Jahre hat sich wenig am Vorgang der Ernte, Zerkleinerung und
Pressung der Oliven geändert. Bei den meisten Olivenbaumeigentümern –
und das ist mehr oder weniger jede Familie auf Lesbos – wird die Ernte
mit Hilfe und Unterstützung aller Familienmitglieder eingebracht.
Während der Erntezeit von Ende Oktober bis Ende Februar arbeiten Jung
und Alt Hand in Hand. Am frühen Morgen beginnt die Arbeit in den
Olivenhainen. Zum Mittag trifft man sich wieder zu einer kleinen
Mahlzeit im Freien. Nach alter Weise werden die Oliven vom Baum
gerüttelt oder geschlagen, aufgesammelt und zur Olivenpresse
transportiert. In vielen hügeligen bis gebirgigen Olivenhainen werden
heute noch Esel und Pferde zum Transport der Früchte genutzt. Nur in
wenigen, flachen Hainen wird die Erntearbeit von Maschinen übernommen.
Bereits in den frühen Anfängen wurden Oliven verarbeitet. Die „alten
Einwohner“ zerquetschten die Früchte zwischen rotierenden kleinen
Mahlsteinen in Handarbeit oder mit Hilfe von Tieren. Die Oliven-masse
wurde in Rosshaarbeuteln gesammelt und anschließend in der Presse
gestapelt . Mit Hilfe einer einfachen Holzpresse – ein Gestell bestehend
aus hölzernen Schrauben, die von Holzbalken angezogen wurden – pressten
sie das Olivenöl langsam aus.
Die goldenen
Zeiten:
Während der Antike verbreitete sich der Olivenbaum Olea europacea über das
gesamte ägäische Meer. Nach über tausend Jahren des Experimentierens wussten die
Leswioten der Früchte zu nutzen. Es waren vielleicht die ersten Zivilisationen
auf Lesbos, die lernten die Olivenbaumfrüchte zu sammeln und den Saft zu
verfeinern – sie kultivierten den Baum. Die Überreste einer primitiven
Olivenpresse aus der Zeit um 2800 – 2000 v. Chr. belegt, dass die Einwohner von
Lesbos bereits in der Bronzezeit fähig waren, Olivenöl herzustellen.
Die landwirtschaftlich orientierten Äoler besiedelten Lesbos. Ab dem 8.
Jahrhundert v. Chr. erlebte die Insel eine Hochkonjunktur im Handel, der neue
Ideen und demokratische Gedanken eröffnete. Auch die Oliven wurden von immer
größerer Bedeutung. Die Bearbeitung und Verehrung des Ölbaums hatte sich über
ganz Griechenland ausgebreitet – ein Kranz aus Ölzweigen war der höchste
Siegespreis bei dem Olympischen Spielen; Kelche mit Öl waren als Preis für die
Konkurrenz ausgesetzt.
In antiker Zeit galten gejagte und gesammelte Nahrungsmittel als barbarisch.
Selbstgemachte Produkte wie Olivenöl, Brot und Wein dagegen waren beliebt und
galten als heiliges Symbol für den Sieg des griechischen Mannes. Sie waren ein
Zeichen der Unabhängigkeit von existenziellen Bedürfnissen und rohen
Naturprodukten.
Wein war das beliebteste Produkt in alten Zeiten. Die Kultivierung der Ölbäume
erreichte jedoch rasch große Wichtigkeit. Sogar die Blätter wurden auf einer
Münze abgebildet. Bereits im 3. Jahrhundert n. Chr. bedeckten Olivenhaine große
Flächen der Insel und das Öl war weithin für seine gute Qualität bekannt.
In der byzantinischen Ära war die Insel nur noch ein Schatten ihrer einstigen
Größe. Glücklicherweise erkannte die Gatteluso-Familie, die die Insel von 1354 –
1462 beherrschte, den Wert der Oliven und förderten wieder den Anbau und Ausfuhr.
Die antike Stadt Mithymna erhielt unter den Genuesen ihren gegenwärtigen Namen:
die wunderschöne und fruchtbare Stadt am Mont Olivos – Olivenberg, heute
abgekürzt in Molivos.
Sogar als Lesbos unter türkischer Besatzung (1462 – 1912) stand, blieb die
Bearbeitung der Ölbäume in den Händen der Einheimischen. Dies gab den Leswoniern
ein gewisses Selbstwertgefühl und ein Zusatzeinkommen in harten Zeiten.
Katastrophe und Neuanfang:
Im Januar 1850 nach Wochen mit Regen und mildem Wind erfreuten sich alle eines früh einsetzenden Frühlings. Plötzlich in der Nacht zum 10. Januar schlug das Unglück zu: eine extreme Kälte setzte ein. Die Olivenfrüchte befroren und barsten. Die Kältenacht vernichtete die kompletten Haine – auch die Bäume selbst - auf ganz Lesbos. Durch den großen Frost 1850 wurde nicht nur die gesamte Olivenernte und der Baumbestand zerstört, Haustiere starben ebenfalls. Vielen Leswoniern war die Existenzgrundlage entzogen, sie mussten emigrieren und irgendwo einen Neuanfang wagen.
1912 befreiten sich die Leswonier von der türkischen Besatzung, dennoch kamen harte Zeiten auf sie zu: Tausende verbannte Griechen aus Kleinasien stellten eine zusätzliche Belastung für die sich abmühende Bevölkerung dar. Es folgte die Weltwirtschaftskrise und dann der 2. Weltkrieg. Bis dahin war Lesbos nicht mehr als eine vernachlässigte griechische Provinz ohne grundlegende Infrastruktur und Handel. Die Leswonier versuchten ohne großes Glück, das Exportgeschäft mit ihrem berühmten Öl anzukurbeln. Leider waren diese Versuche zum Scheitern verurteilt, zum einen da billiges Getreideöl in Griechenland als „Hilfsmaßnahme“ angeliefert wurde und zum anderen durch die schwindende Kaufkraft der früheren Aufkäufer. Nach Beendigung der Militärdiktatur 1974 regenerierte sich die wirtschaftliche Lage. Griechenland wurde Mitglied der Europäischen Gemeinschaft.
Die heutige Situation:
Die wirtschaftliche Lage der Olivenölexporteure heute ist schwierig, da
sich die Märkte verändert haben und die Konkurrenz stetig wächst. Trotz
der hohen Qualität setzt sich der Verkauf in Europa nicht durch.
Olivenöl wird in den unterschiedlichsten Sorten angeboten, jedoch ist es
kein Öl aus Lesbos. Andere griechische Inseln – und andere
Mittelmeerländer – beherrschen den heutigen Markt.
Der Verkaufspreis für Öl liegt so niedrig, dass einige Besitzer ihre
Bäume nicht mehr abernten und pflegen. Viele Familien betreiben die
Ernte und Pressung nur noch für den eigenen Bedarf; nach Schätzungen
verbraucht ein durchschnittlicher Leswonier jährlich etwa 35 Liter
reines Olivenöl.
Trotz all dieser Umstände ist die Bedeutung, das Potential und Vorkommen
der Ölbäume auf Lesbos außergewöhnlich: hier kommen 126 Olivenbäume auf
einen Einwohner, eine so hohe Rate gibt es sonst nirgendwo auf der Welt.
Die Terrassen, die rund um die Bäume an Abhängen errichtet werden,
halten das gesamte Ökosystem der Insel lebendig und letztlich
produzieren die Haine jährlich rund 20.000 Tonnen Qualitätsoliven.
Qualität
des Olivenöls:
Die Qualität des Olivenöls aus Lesbos ist hervorragend. Da nur sehr wenige Haine
auf industrielle Art und Weise gepflegt und geerntet werden, ist auch der
Einsatz von Düngemitteln sehr gering. Normalerweise werden die Früchte direkt
nach dem Aufsammeln in einer der vielen kleineren Pressen ausgepresst. Dieser
Prozess wird sorgfältig vom Eigentümer beobachtet. Das Klima, der Erdboden, die
Baumsorten ebenso wie der Mensch – alle machen das Olivenöl von Lesbos so mild
und außergewöhnlich.
Es hat einen sehr feinen und milden Geschmack und eine gesunde, flüssige
Struktur. Die typisch goldene Farbe erklärt sich durch eine Mischung
verschiedener gelbgefärbter Carotinoide und grünlicher Porphyrinfarbstoffe, zu
denen u.a. Chlorophyll gehört. Der Chlorophyll-Anteil ist jedoch sehr gering.
Das hat wiederum den Vorteil, dass das Öl nicht ranzig werden kann.
Probieren Sie das goldene Öl mit seinem einzigartigen Aroma ägäischer Oliven.
Das kaltgepresste Olivenöl von Lesbos ist sogar von der Europäischen Union als
Produkt mit geschützter geographischer Angabe anerkannt.
Gebrauch von
Olivenprodukten:
Die meisten Speisen, die Ihnen auf Lesbos serviert werden, sind mit dem
örtlichen Olivenöl angereichert. Das Qualitätsöl wird in der
griechischen Küche zu vielen Zwecken eingesetzt – zum Braten, Grillen,
Marinieren und Kochen. Viele Gerichte werden erst kurz vor dem Servieren
mit ein wenig (oder mehr) Öl verfeinert. In den Kafenions und Tavernen
finden Sie überall auf den Tischen kleine Flaschen mit Öl zur Würze nach
eigenem Geschmack. Überall auf Lesbos – in Privathaushalten, Geschäften
etc. – finden Sie essbare Oliven in einer Vielfalt von Farben, Größe und
Geschmack.
Gerne wird das Olivenbaumholz im Kamin verbrannt, da es ein lange
anhaltendes und wohlriechendes Feuer schenkt. Sollte das Holz einmal
schlecht Feuer fangen, gießen Sie ein wenig gebrauchtes Öl darüber. Auch
in den Lampen der Kirchen und Hausikonen wird Olivenöl verbrannt. Aus
den Resten der Pressung wird Olivenseife hergestellt, der sehr gute
Eigenschaften für die Haut nachgesagt wird - aber auch als
Reinigungsmittel für Fußböden und die Wäsche genutzt wird. Aus dem Holz
werden viele schöne und praktische Gegenstände hergestellt. Schauen Sie
sich die schönen Schnitzereien einmal an .....
OUZO
Ausschließlich griechischen Ursprungs ist der Ouzo ein alkoholisches Getränk. Viele behaupten, der beste Ouzo Griechenlands wird auf Lesbos hergestellt. Fast alle traditionellen Cafes und Kafenions in ganz Griechenland bieten einen oder mehrere Lesbos Ouzobrände an, aber die größte Vielfalt finden Sie auf der Insel selbst. Ouzo ist nicht nur ein Getränk mit Lakritz-Geschmack, nein Ouzo ist eine Lebensart. Zusammen mit einer mezedes (kleine Vorspeisenplatte) sind die Firma, Diskussionen und der angenehme Geschmack wichtiger als das Getränk selbst. Das Hotel Pasiphae bietet Ihnen eine große Auswahl an Ouzo-Bränden an. Probieren Sie die einzelnen Brände und finden Sie so Ihr Lieblingsgetränk.
Unglücklicherweise leitet sich das Wort „Ouzo“ nicht vom alten „Ou Zo“ – „Ich kann (ohne es) nicht leben“ – ab, auch wenn diese Erklärung auf Festen großen Anklang findet.
Der Originalname lautet Raki (Rakii ausgesprochen). Rakos ist die Weintraube und Raki ist das Getränk, dass aus den Überbleibseln ausgetretener Trauben hergestellt wird.
Die erste Ladung Raki verließ Griechenland um 1800 in Richtung Marseille; allerdings musste die Fracht den Zoll in Genua durchlaufen. Der Zollbeamte, der die Warenprüfung vornahm, schrieb in die Papiere „USO a Marseille“ – „Zum Gebrauch für Marseille“. Der Händler, der die Lieferung in Empfang nahm, beachtete die Notiz nur kurz. Als er jedoch einen zweiten, größeren Auftrag erhielt, bestellte er USO für seine Kunden, die das Getränk so sehr mochten. Dieser benutzerfreundliche Name blieb haften und heute wird das Getränk allgemein Ouzo genannt – mit einer Ausnahme: Lesbos. Hier ist es durchaus üblich um Raki zu bitten.
An den Küsten Kleinasiens ebenso wie im nahegelegenen Lesbos existierte bereits in der byzantinischen Ära ein umfangreiches Wissen über den Destillationsprozess. In dieser Zeit lebten Griechen und Türken friedlich zusammen und professionelle Branntweinbrenner beider Länder wurden Rakitzides genannt. Nach der Aufhebung des Alkoholverbots in der Türkei erreichte auch der Raki seinen geschmacklichen Höhepunkt und die Ottomanen räumten den Rakitzides besondere Privilegien ein.
Das Getränk erfreute sich sehr schnell großer Beliebtheit. Als es jedoch möglich wurde, den Geschmack mehr oder weniger durch die Mixtur Alkohol, Anis und Kräuter zu erzielen, kamen Sorgen bezüglich der Qualität auf. Um sicher zu stellen, dass nur „echtes“ Raki produziert wird, fügte man dem reinen Alkohol, der aus den Hafenstädten Konstantinopel und Smyrna verschifft wurde, eine farbige Substanz bei, deren Entfernung nur durch den Destillationsprozess möglich war.
Als es 1922 im griechisch-türkischen Krieg zur Kleinasiatischen Katastrophe kam und als Folge zum Exodus der Griechen aus der Türkei (und umgekehrt), brachten die Flüchtlinge das Rezept mit ins Mutterland und damit auch nach Lesbos. Neue Brennereien tauchten auf und die Zusammenarbeit zwischen Flüchtlingen und einheimischen Destillateuren gab einen enormen Auftrieb für Erfindung, Produktionsprozess und Verbrauch.
Heute wird Ouzo aus dem reinem Traubenfruchtalkohol und Anis, der manchmal durch reine ätherische Öle oder synthetische Präparate ersetzt wird, hergestellt. Der Alkoholgehalt des Ouzo liegt im Durchschnitt bei 40%. Aufgrund der enormen Beliebtheit des Getränks darf im Herstellungsprozess etwas Zucker beigefügt werden, um das alkoholreiche Getränk etwas schmackhafter zu machen ... aber der charakteristische Geschmack bleibt ohne Zweifel erhalten, ebenso wie die überlieferte Anwendbarkeit. (Ouzo soll, so wird erzählt, auch das eine oder andere Leiden oder Wehwehchen heilen oder dessen Schmerzen lindern: So nimmt Ouzo auf Mückenstiche aufgetragen deren Juckreiz. Gleichfalls dient er - auf die Haut aufgetragen - wegen des starken Geruchs zur Abschreckung von Mücken. Gerne wird Ouzo zur Linderung bei Zahnschmerzen auf den kranken Zahn oder das Zahnfleisch aufgetragen. Auch als Mundspülung ist er bei Zahnschmerzen nützlich. Bei einer Erkältung reiben sich viele die Brust mit Ouzo ein; die enthaltenen ätherischen Öle lindern die Beschwerden.)
Einer der meist geförderten Ouzobrände der Insel wird von der EPOM, Mitilini produziert: der MINI Ouzo. (Epom ist die Abkürzung für einen Verbund, der sich 1967 aus 17 Brennereien zusammenfand. Sie tauschten ihre geheimen Rezepturen aus und produzierten ihre erste Marke. Es fehlte nur noch ein Name. Als ein Mädchen im Minirock am Kafenion vorbeiging, wussten die Herren, welches Bild ihre ersten Flaschen zieren würde: der Ouzo Mini war geboren.) In Agia Paraskevi, einer benachbarten Kleinstadt, wird der Kronos Ouzo in der Galinis Brennerei hergestellt.
Das Kafenion – das “Ouzo Café” wird traditionell nur von Männern besucht. In vielen Dörfern gilt noch heute der alte Brauch: Männer und Ehemänner treffen sich in den Kafenions, die Frauen und Ehefrauen im Haus oder Garten.
Welches Kafenion die Männer aufsuchen, ist meistens von zwei Dingen abhängig: zum einen welche Partei sie wählen und zum anderen wo sie sich hingezogen fühlen. Wenn sich z.B. ein Familienmitglied in einem bestimmten Kafenion aufhält, sollte der Verwandte mehr oder weniger auch dorthin gehen oder sie wählen den Kafenion-Inhaber und die Kundschaft mit gleicher politischer Gesinnung.
Mit einer Widerbelebung der Ouzo-Versammlungen bleiben auch die alte Aufgaben z.B. Diskussion von Personal- und Politikfragen, Geschäfte abzuschließen, Karten oder Backgammon zu spielen, neue und alte Kontakte und Freundschaften zu pflegen, erhalten. Den Kafenions wird hin und wieder nachgesagt, dass sie für das Geschäftsleben, die Politik und die praktischen Dinge des Lebens wichtiger sind als Büros und Jobs, die für diese Zwecke gegründet wurden. Leider bestehen nicht mehr viele „echte“ Kafenions. Gerade in den Touristenorten sind sie durch andere einfallsreiche Einrichtungen ersetzt worden, die Kunden anlocken.
Auf Lesbos sind die Kafenions jedoch noch zu finden. Einige finden Sie in den Dörfern rund um Kalloni, sogar in Kalloni-Stadt - kurzum in den meisten Dörfern der Insel findet sich ein oder mehrere Kafenions. Sogar in der beliebten Kleinstadt Molivos gibt es eines; Betreiber ist die Stadtgemeinde. Mittlerweile ist dieses kleine „Cafe“ in ganz Griechenland für seine Authentität bekannt.
Ouzo schärft den Appetit und löst die Zunge. Es ist eine Einladung zur Diskussion, Entspannung und Freundschaft, wenn Sie gebeten werden, auf einen Ouzo auszugehen.
Traditionsgemäß wird Ouzo in kleinen, schmalen Gläsern serviert. Das gibt Ihnen die Möglichkeit das Getränk langsam zu genießen und nachzufüllen und nicht zu vergessen .... die Nase ist außerhalb des Glases! Damit inhalieren Sie die alkoholischen Dämpfe nicht und verhindern einen unerwünschten oder frühen „Schwips“. Bei Bestellung eines Ouzos wird grundsätzlich auch ein Krug Wasser oder eine Schüssel mit Eiswürfeln serviert. Ouzo und Wasser wird normalerweise 50 zu 50 vermischt. Sobald Sie Wasser unter den Ouzo mischen, wird dieser milchig-weiß durch die besonderen Eigenschaften des Anis.
Einige gute Ratschläge:
Hier sind einige Tipps, die Ihnen helfen, auf „einen Ouzo auszugehen“ wie die Leswonier:
- Bestellen Sie zum Ouzo immer etwas zu essen, vorzugsweise eine mezedes, eine Auswahl an Vorspeisen.
- Ouzo regt den Appetit an. Bestellen Sie lieber zuviel Essen als zu wenig – es ist keine Schande halbvolle Platten zurückzugeben.
- Wählen Sie verschiedene Vorspeisen aus, anstatt ein Gericht oder Tagesmenue zu bestellen. Auf diese Weise erhalten Sie ein „Häppchen“ von allem.
- Es ist durchaus üblich mit der Gabel in der einen Hand und mit Brot in der anderen Hand zu essen. Scheuen Sie sich nicht das Brot in Öl zu tunken.
- Wenn Sie „auf einen Ouzo ausgehen“, vergessen Sie alle förmlichen Tischsitten und Essensregeln: einfach nur entspannen.
- Essen und Trinken Sie langsam und genießen Sie den Abend - und sorgen Sie sich nicht, wenn es laut und/oder spät wird.
- Mischen Sie Ihren Ouzo mit Wasser. Lassen Sie die Eiswürfel stehen! Kommt der Ouzo mit Eiswürfeln in Kontakt, bildet er Kristalle, die eventuell Kopfschmerzen verursachen.
- Wenn Sie noch etwas Essen möchten, bestellen Sie es ruhig nach, aber wenn Sie mehr als 3 Gläser Ouzo getrunken haben, sollten Sie lieben zweimal nachdenken bevor Sie bestellen .......
Γειά μας ! Ya mas!
Prost !
Translation: Sabine Buehler
Copyright ©: Okeanides, 2007